Donnerstag, 4. August 2016

Im Vergleich: Von der Tourimetropole überhaupt bis hin zum wahnsinnigsten Geheimtipp

Während unseres ersten Roadtrips haben wir meiner Meinung nach den perfekten Ausgleich zwischen größeren Städten und wildcampen in der Natur gehabt. Beide Teile waren immer abwechselnd dran, so dass man sich nicht zu einsam und allein fühlte, aber es auch nicht länger als 3 Tage zwischen abertausenden Touris aushalten musste. Den perfekten Vergelich hatten wir Mitte der Woche.
Zuerst waren wir in Barcelona. Klar, Barcelona gehört zu den Tourimagneten Europas, aber mit so vielen Menschenanhäufungen habe ich nicht gerechnet. Da wir nur zweieinhalb Tage in der Stadt waren, wurde der erste Tag für die typischen Sehenswürdigkeiten verplant, am zweiten Tag waren wir nur noch am Meer und shoppen.


Angefangen hat unsere Runde am Park Guell. Selbst dort war ich schon verdattert, wie viele Leute hier rumliefen. Ich habe es wirklich kaum geschafft ein Foto zu schießen, ohne dass nicht rechts oder links Fremde mit drauf waren. Auch an den einsamsten Ecken des Parks waren mindestesn noch 5-6 andere. Relativ am Ende des Parks im Westen befindet sich ein Kreuz auf einem Steinsockel. Man kann dort hochgehen, aber es gibt kein Geländer zum Festhalten. Das Ding war so überfüllt von Leuten, die ihre typischen Urlaubsselfies schießen mussten, dass ich mich kaum noch raufgetraut habe, bzw nur einen schnellen Blick über Barcelona erhaschen konnte bis es mir zu eng wurde.


Nächster Stopp war die Sagrada Familia. Wir sind aus der U-Bahn raus und konten sehen.....Menschen, überall nur Menschen. Die Bürgersteige waren so überfüllt, dass die Leute schon auf den Straßen standen. Wir haben uns eine viertel Stunde an dem Platz aufgehalten, bis es uns schon weitergezogen hat.
Runter ging es an den Hafen. Vom Strand dürft ihr euch selbt ein Bild machen: 



 Wir hatten den Tag außerdem gut 40 Grad. Wahrscheinlich auch ein Indiz dafür, dass mehr Menschen als normal auf den Straßen unterwegs waren. Der Strand war schon so überfüllt, dass sich einige zum Sonnen auf die Grünflächen zwischen den Straßen gelegt hatten....

Ich will nicht naiv klingen, dass ich mich wundere, dass eine Großstadt während der Saison von vielen Urlaubern besetzt ist, aber das was ich dort erlebt habe, war wirklich wahnsinnig.
 
Ebenfalls aus Barcelona^^
Zum Vergleich: Sillans la Cascade


Der Geheimtip eines Bekannten. Sillans la Cascade ist eine winzig kleine Gemeinde in Frankreich, welcher wir gleich nach Barcelona einen Besuch abstatteten. Die kleinen Gassen und winzigen Häuser mit ihren noch winzigeren Eingangstüren waren genau das, was ich mir unter einem französischen Dorf vorstelle.





Das absolute Highlight verbarg sich aber tief im Wald. Der Weg dorthin war schon ein Abenteuer. Steile Abhänge hinunter, durch Gestrüpp, über Baumstämme lang bis man irgendwann das Wasser rauschen hören konnte. Ich spreche von einem wundervollen glasklarem Bach, in dem das Wasser immer wieder kleine Felsbrocken runterplätscherte, an anderen Ecken sich schon Becken gebildet hatten, in denen man ruhig liegen konnte oder oder auch von breiteren und tieferen Stellen, an denen man vom Baum aus ins Wasser springen konnte. In meinen Augen war das das Paradies. Egal, wie ich mir das Paradies ab heute nochmal vorstellen sollte, ich werde die Bilder von diesem wundervollen Ort vor Augen haben.





Auch an diesem Platz sind wir auf einige andere Besucher getroffen, trotzdem waren wir überwältigt von der Natur und dem so ruhigen einsamen Ort. Wenn man den Fluss noch gut 200m entlang ging, kam man zu einem riesigen 10m hohen Wasserfall, dem wieder ein riesiges Becken folgte, in dem man schon fast Bahnen ziehen konnte. Es hat natürlich nicht lange gedauert, bis wir eine Stelle gefunden haben, an der man tatsächlich runterspringen konnte und so verbrachten wir dann ein paar Stunden im Wasser, bzw. in der Luft.



Das Gute am Reisen im Bus: eigentlich war nur ein Tag für dieses wundervolle Dorf eingeplant, wir sind aber gleich länger geblieben!!
 

Noch ein paar Pros und Cons/Empfehlungen zu Barcelona.
Zur Mittagszeit waren die Restaurants rappelvoll, sodass wir etwas später gegessen haben. In einer Pizzeria haben wir uns Pizza Margarita mit Büffelmozzarella bestellt. Ich glaube, das war eine der besten Pizzen, die ich je gegessen habe. Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen!! Der Laden hieß übrigens Pizzeria Napoletana Reina Margherita (Passeig de Joan de Borbó, 29, 08003 Barcelona, Spanien - direkt am Hafen) Sehr zu empfehlen. Wifi gibt´s dort auch for free^^
Gar nicht zu empfehlen ist der Campinplatz "Camping tres estrellas". Den einzigen Pluspunkt, den es dort gibt war, dass das Mittelmeer direkt vor der Bustür wartete.
Den ersten Schock hatten wir schon bei den Preisen. Wir hatten vorher im Internet nachgeschaut und der Preis vor Ort war glatte 11 Euro teurer pro Nacht. Enthalten im Preis war ungefähr nichts....Toiletten und Duschen waren frei, ansonsten kostete die Waschmaschine extra, der Strom und sogar das Internet und das hat noch nicht mal funktioniert. Dadurch dass man so weit ab war von der Innenstadt, musste man eine dreiviertel Stunde mit den Öffi´s fahren, natürlich kostete das auch extra. Ein Kumpel hatte uns den Platz empfohlen und im Internetvergleich war er auch der günstigste mit den besten Empfehlungen, aber ich kann leider nur sagen, dass wir sehr enttäuscht waren und uns echt über das Geld geärgert haben.
Cool waren ein paar Jungs aus Deutschland, die wir dort getroffen haben und mit denen wir in einer Nacht eine ziemlich lange Zeit verbracht haben, aber das ist eine andere Geschichte.... :D

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