Montag, 15. August 2016

Roadtrippin´ 1.2 Grand Canyon du Verdon


Die Verdonschlucht ist im Süden Frankreichs ein ziemlich bekanntes Reiseziel, dementsprechend durfte sie auf unserem Roadtrip auch auf keinen Fall fehlen. Zum Glück nicht, denn die enormen Ausblicken von den Felsen herab oder aus der Schlucht hinauf waren atemberaubend und nicht nur die einfachen Aussichten haben mich beeindurckt, auch die Vielfalt an Tätigkeiten, die man dort machen konnte waren einen mindestens 3-tägigen Ausflug wert.

Um uns erstmal einen groben Überblick zu verschaffen, sind wir der Hauptstraße, welche einmal rund um die höchsten Teile der Schlucht führt gefolgt. Dort gab es so viele Aussichtsplattformen und kleine Parkplätze zum Genießen der riesigen Felsen und weiten Wälder.


Natürlich war diese Straße auch wieder ein Abenteuer für sich. Wie es während unseres Roadtrips schon einige Male vorgekommen ist, war es auch hier super eng, kurvig und ging steil bergauf oder bergab. Einen kleinen Panikanfall löste unser Sprittmangel aus, welcher uns auf Hälfte des Weges ganz schön Sorgen machte. Die Nadel fiel fast im Sekundentakt jedes Mal ein Stückchen weiter nach unten und bis zur nächsten Tankstelle waren es noch 40km. Zum Glück ist aber nichts passiert und wir haben es gerade noch so zu einer super süßen Tankstelle mit 2 winzigen Säulen geschafft. Das wär´s noch gewesen, dass wir auf 1.000m Höhe mitten am Hang stehen bleiben.
Nachdem das geschafft war, hatte ich auch wieder die Gedanken frei, um mich auf die Landschaften und kleinen Dörfer zu konzentrieren. Trigance zum Beispiel ist ein Dorf, welches mitten in den Fels gebaut wurde. Wie immer ist es voll von winzigen Häusern, die dicht an dicht gebaut wurden und nur kleine Gassen zwischendrin erlauben. Wunderschön sah das aus!


Einen weiteren Halt machten wir an der Brücke Pont de l'Artuby. Die ist fast 200m hoch. Da wird einem schon etwas mulmig, wenn man hinunter guckt. An einigen Tagen wird dort Bungee Jumping angeboten, was wir eigentlich auch machen wollten, aber natürlich waren wir nicht am richtigen Tag da....


Nach einigen Kilometern ging es nur noch bergab und zwar so weit, dass man bis in die Schlucht hinein gehen konnte. Wir haben den Wagen am Seitenrand abgestellt und sind erstmal ein wenig schwimmen gegangen. Das Wasser dort war glasklar und schimmerte helltürkis in der Sonne. Es war auch um einiges Kälter als das Mittelmeer oder der Atlantik.
Das Schwimmen wurde allerdings schnell langweilig, da das Wasser nicht sehr tief war und der Fluss auch nicht sehr breit. Deswegen machten wir uns spontan auf den Weg den Fluss hinunter. Die kleine Exkursion war wirklich spannend. An einigen Stellen hat uns die Strömung fast mitgezogen, an anderen musste man wieder über Felsen klettern oder ganz wo anders ein Stück schwimmen bis man wieder stehen konnte. Wir waren insgesamt 4 Stunden unterwegs und haben 3km zurück gelegt. Wieder zum Bus kamen wir per Anhalter.




An der gleichen Stelle haben wir auch die Nacht verbracht. Mein erstes Blick nach dem Aufstehen und Bustür öffnen war ein Traum:

Einen anderen Tag sind wir in die nächst größere Stadt gefahren: nach Castellane. Auch eine wunderschöne kleine Stadt und Magnet für jegliche Touristen, die sich in der Verdonschlucht aufhalten. Ich habe noch nie so eine kleine Stadt gesehen mit so vielen Parpklätzen, welche auch alle voll besetzt waren. Des Weiteren war jeder zweite Laden ein Anbieter für Canyoing, Mountainrafting oder Kayak Touren und auch diese waren fast komplett ausgebucht für die nächsten Tage.
Wir haben uns in einem kleinen Laden bei einer super freundlichen deutschen Bedienung für eine 3 stündige Canyoing Tour angemeldet. Das heißt man bekommt sehr dicke Neoprenanzüge, Helm und Klettergurt und geht ebenfalls den Fluss abwärts. Allerdings nicht an Stellen, wo man normalerweise auch baden kann, sondern zwischen wirklich dicken Felsen bei denen das Wasser nur so vorbei schoss und ganze Wasserfälle auslöste. Auch unter Steinen hindurchtauchen stand mit auf dem Programm. Das war echt unglaublich aufregend. Bei einem 6m Sprung ins Wasser, um weiterzukommen meinte unser Guide nur: "It´s no problem if you don´t wanna jump. Not at all! ....I´ll push you!" :D Der Typ war echt klasse! (Fotos von der GoPro folgen noch)
Uns hat es dort so sehr gefallen und wir hätten liebend gern noch so viele andere Dinge dort gemacht, wie eine Kayak Tour oder eben den Bungee Jump, dass es uns definitiv noch einmal dort hinziehen wird. Die Aussichten und das Angebot am Grand Canyon du Verdon sind einfach unglaublich. Ein Muss für jederman der auf Action in der Natur steht.


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