Donnerstag, 29. September 2016

Leipzig - Neue Stadt, neues Leben

Endlich kann ich einen weiteren Punkt von meiner „Already-have-been-dones“-Liste löschen: Leben und studieren in Leipzig.


 
Vor drei Tagen habe ich meinen mehr oder weniger entspannten Umzug in diese wundervolle grüne Stadt gemacht. Das erste halbe Jahr wohne ich in einer vierer Mädels-WG, in der ich ein möbliertes Zimmer mit Ausblick auf das Völkerschlachtdenkmal habe. Hier wohne ich mit einer Deutschen, einer Französin und einer Slowenin zusammen, habe die Bahnstation direkt vor der Tür und kann jetzt schon behaupten, dass es eine richtig coole Zeit wird.
Den ersten Abend bin ich gleich mit einer Mitbewohnerin und ihren ziemlich verrückten Freundinnen ins Zoro zum Zorofest. Das ist so ziemlich die Punkerhochburg im eh überwiegend linken Viertel Connewitz. Da gibt’s Musik von Punkrock bis Electro auf 3 Stockwerken und der Hof war überfüllt von Gästen. Wir kamen zwar nicht mehr rein, doch haben wir es uns vorn auf dem Hof gemütlich gemacht und uns mehr oder weniger beim Quatschen besser kennen gelernt.
In Connewitz ist auch die berüchtigte Karli, die Karl-Liebknecht-Straße. Hier findet man eine Bar nach der anderen und mindestens genauso viele Döner- oder Burgerstände. Die Parallelstraßen sollte man hier auch nicht meiden, da gibt es noch viele weitere gemütliche Bars und Pubs, wie z.B. das Noels Ballroom.
Bei unseren Gesprächen habe ich noch etliche andere Viertel und Clubs kennen gelernt: Plagwitz, IfZ, Vleischerei....all diese Dinge erwarten mich noch.


Was mir aber am meisten in der Stadt gefällt sind die Grünflächen und Parks. Am ersten Tag habe ich gleich das Völkerschlachtdenkmal besucht und bin bis auf die höchste Plattform gestiegen und von dort oben aus hat man im Grunde genommen mehr grün als Dächer gesehen. Überall zwischen den Wohnblöcken waren immer wieder grüne Flecken und auch keine kleinen, ganz im Gegenteil. Mitten in der Stadt gibt es immer wieder Wäldchen und auch Teiche bis hin zu kleinen Seen.
Der Ausblick von dort oben war traumhaft.



Das Völkerschlachtdenkmal generell ist atemberaubend. Ich muss gestehen, dass ich immer dachte, es sei ein einfaches Denkmal....schon ein großes, aber mehr als eine Statue hatte ich nicht erwartet. Umso größer war meine Freude als ich wirklich gesehen habe was es ist. Ein riesiger Komplex aus Stein mit enormen Statuen sowohl außen an der Fassade als auch von innen.
Um ganz nach oben zu gelangen muss man sich durch ziemlich enge Treppen und Gänge schlängeln. Je höher man kommt umso enger wird es und man kann bei Stau schon leichte Platzangst bekommen, aber der Weg lohnt sich definitiv.




In der Innenstadt mangelt es ebenfalls nicht an Bars und Restaurants. Im Barfußgässchen zum Beispiel reiht sich eins ans nächste, so dass man bei der Außenbestuhlung kaum die Übergänge erkennen kann. Von der typischen Hausmannskost bis zu ausgefallenen asiatischen Gerichten findet man dort auf jeden Fall etwas für jeden Geschmack.
Auch ist mir aufgefallen, dass die Innenstadt mehr aus Marktpassagen oder großen Kaufhäusern besteht als aus kleinen Boutiquen oder einzelnen Läden. Klar, die gibt es in den Gassen auch, aber im Vergleich zu anderen Städten ist die Anzahl der Großen hier sehr hoch.
So, das sind die aller ersten Begegnungen und Erlebnisse, die ich in Leipzig aufgeschnappt habe. Ich freue mich mordsmäßig auf die Zeit, die folgt. Am Dienstag startet die Einführungswoche und die Woche drauf sitze ich in meinen ersten Vorlesungen und Seminaren. Ich kann es zum einen kaum fassen, dass mein jahrelanger Traum jetzt gerade, in diesem Moment in Erfüllung geht und zum anderen kaum abwarten, mich richtig eingelebt zu haben und die ersten Erfahrungen als waschechte Studentin gemacht zu haben.

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